Ein Hochzeitsschirm? Wozu das denn?

Es ist ja nicht so, dass man als Braut am Tag der Hochzeit nicht schon genug zu tragen hätte. Dann noch einen Schirm? Ja! Traditionell sind die Chinesen hier die Vorreiter. Schon vor 4000 Jahren nutzen sie die damals noch steife Konstruktion um sich vor Sonne und Regen zu schützen. Sehr schnell verband sich das Nützliche mit dem Prunkvollen. Seit dem war er ein  Zeichen von Ansehen und Macht und wurde somit auch in Ritten und Bräuche eingebaut. Eine Trauzeugin in China zum Beispiel musste die Braut mit einem roten Ölpapierschirm bis zum Altar bringen. Um Unglück abzuwehren. Somit gehörte der Schirm neben fünffarbigen Unterhosen, Schminktisch, Fußwaschbecken, Nachtgeschirr, Türvorhang und einer Holzkiste zur damaligen Brautgabe. Lustig oder? Man stelle sich bitte vor, heute sagen zu müssen: „Du Schatz, ohne Schirm und fünffarbige Unterhosen wird das wohl nichts mit uns“ Wie sich die Zeiten verändern! Wussten Sie, dass so ein Schirm bis ca. 1900 noch 5 Kilo gewogen hat.